Welche Störungen behandeln wir?

   

Hören

Sprache wird durch Reize aus der Umgebung aktiviert. Vor allem das Hören der Eltern ist ein wichtiger Reiz. Aus organischen oder funktionellen Gründen kann die Verarbeitung von gehörten Reizen gestört sein.  Bei Ausbleiben von Schreckreaktionen, wie z.B. nach einem lauten Knall, sollten sie auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.

 

 

Sprache

Unsere Sprache entsteht im Kopf. Sprache, das sind für uns die Worte, die uns zur Verfügung stehen, die wir über unser Gehör aufgenommen haben und die Art und Weise, wie wir sie zusammenfügen.

 

 

Sprachstörungen bei Kindern

 Störungen der Sprache bei Kindern haben ganz unterschiedliche Ursachen, daher wird zwischen Entwicklungsstörungen und erworbenen Störungen unterschieden.

Diese können ganz verschiedene Bereiche der Sprache betreffen:

 

Störungen beim Erwerb der Laute

Störungen beim Erwerb der Laute können die Anzahl der Laute und die Regel ihrer Kombination zu Wörtern betreffen. Wenn das Kind zum Beispiel den Laut /k/ noch nicht erworben hat und ihn immer durch /t/ ersetzt, äußert sich dies darin, dass es anstelle von "Kopf" "Topf" sagt.
 

Störungen beim Aufbau des Wortschatzes

Störungen beim Aufbau des Wortschatzes können sowohl den Wortschatzumfang als auch die Merkmale der einzelnen Wörter betreffen. Die Einschränkung des Wortschatzumfanges ist beispielsweise daran erkennbar, dass dem Kind zur Kommunikation notwendige Wörter fehlen und es häufig auf Lückenfüller wie "Dings", "machen" oder "so" zurückgreift.

 

Störungen der Grammatik

Störungen der Grammatik können Wörter und Sätze betreffen. Beispielsweise wenn Endungen an Wörtern fehlen oder nicht korrekt sind. Die Kinder lassen zum Beispiel beim Partizip die Vorsilbe "ge-" weg ("Ich habe spielt.") oder beugen Verben nicht richtig ("Du gehen ...").

 

Pragmatische Störungen

Pragmatische Störungen betreffen die Fähigkeiten des Kindes, in Kontakt zu seiner Umwelt zu treten. Damit ist beispielsweise gemeint, dass ein Kind den Erwachsenen beim Gespräch anschaut, oder dass ein Dialog abwechselnd verläuft.

 

 

Sprachstörungen bei Erwachsenen

 

Störungen der Sprache bei Erwachsenen (sogenannte Aphasie) können unterschiedliche Ursachen haben.

Immer jedoch liegt eine Störung im Bereich des Sprachzentrums (i.d.R. im linken Teil) des Gehirns vor. Ursachen hierfür können ein Schlaganfall, eine Hirnblutung, unfallbedingte Hirnverletzungen, Hirntumore, entzündliche Erkrankungen des Gehirns und auch Hirnabbauprozesse sein. Logopäden nennen diese Form der Sprachstörung Aphasie.
Eine Aphasie wirkt sich meist auf die unterschiedlichen sprachlichen Ebenen (Lautbildung, Wortbedeutung, Satzbau) und auf die verschiedenen Sprachverarbeitungskanäle (Sprechen, Sprache verstehen, Schreiben, Lesen) aus.

 

 

Sprechstörungen bei Erwachsenen

Störungen des Sprechens (sogenannte Dysarthrie)  können unterschiedliche Ursachen haben.

Die Dysarthrie ist eine erworbene Störung der Motorik eines oder mehrerer Funktionssysteme, die unmittelbar am Sprechen beteiligt sind:

Stimmgebung (Phonation), Sprechbewegungen (Artikulation) und/oder Atmung (Respiration). Hervorgerufen werden Dysarthrien durch eine Schädigung des zentralen und/oder peripheren Nervensystems. Dazu gehören u.a. Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumen, Multiple Sklerose, Hirnhautentzündungen, Tumoren etc.

 

 

 

Stimme

Die Stimme ist ein wichtiges Merkmal eines jeden Individuums.

Stimmstörungen bei Erwachsenen können funktionelle oder organische Ursachen haben.

Sie äußern sich in länger bestehender Heiserkeit (ohne akuten Infekt), eingeschränkter Belastbarkeit der Stimme, Schmerzen und/oder einem Fremdkörpergefühl im Kehlkopf.

Ziel einer Stimmtherapie ist eine belastungsfähige Stimme mit der bestmöglichen Wiedererlangung und Stabilisierung optimaler stimmlicher Kommunikationsfähigkeit in Alltag und Beruf. Dies ist immer abhängig von Ausmaß und Ursache der Störung bzw. Grunderkrankung.

Wichtig für den Therapieerfolg ist der ständige Transfer des Geübten in den Alltag.

 

 

 

Schlucken

Die Muskeln, die uns das Sprechen ermöglichen, benutzen wir auch beim Schlucken. Etwa 2000-mal schluckt der Mensch pro Tag - meist ohne dass ihm dies bewusst ist.

Schluckprobleme stellen eine ganz erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität dar.

Sich zu verschlucken kann sogar tödlich enden.

 Schluckstörungen (Dysphagien) bei Erwachsenen können in Verbindung mit neurologischen Erkrankungen, wie z.B. bei multipler Sklerose oder nach Schlaganfall auftreten.

Einige Patienten bekommen auch Schluckprobleme aufgrund von Alterungsprozessen. Außerdem können Störungen der Nahrungsaufnahme nach operativen Eingriffen oder als Unfallfolge vorkommen.

Es können aber auch Schluckprobleme bei Kindern entstehen, die ein Ungleichgewicht der Muskeln im Gesichts- / Mundbereich vorweisen. Ein falsches Schluckmuster kann zu Gaumenverformungen oder falsche Zahnstellungen führen. Aus diesem Grunde abrbeiten wir in diesem Bereich mit den Kieferorthopäden zusammen

 

 

 

 

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